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Darum geht die Debatte


Gewalttätige Menschen müssen aus der Gesellschaft entfernt werden, dazu haben wir Gefängnisse, dazu haben wir die "lebenslängliche" Gefängnisstrafe. Doch was heisst das schon? Nach geltendem Recht ist lebenslänglich maximal 20 Jahre, und davon wird auch noch ein Drittel erlassen, wenn der Häftling im Gefängnis keine Probleme macht. Das sind dann also noch rund 14 Jahre.

Dies mag vernünftig sein, wenn man das Gefängnis nur als Bestrafung betrachtet, aber was ist mit der Sicherheit der Gesellschaft? Wir leben sicherer, wenn schwere Gewaltverbrecher nie wieder raus kommen. Natürlich haben auch Gewalttäter ein Anrecht auf ihre Menschenrechte, nur gewisse dieser Menschenrechte erhält man einmal, und wer sie verbraucht, der soll sie nicht zurück erhalten. Ich spreche vom Recht auf Freiheit. Wer seine Freiheit benutzt, um Gewalt gegen andere Menschen auszuüben, der hat seine Freiheit aufgebraucht.

Alle schweren Gewalttäter einsperren und nie mehr rauslassen, das ist die Forderung!

Debatte http://echtes-lebenslaenglich.politnetz.ch
Geschrieben 5. Dezember 18:22, Thomas Wepfer
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Natürlich ist Prävention und frühes Handeln eine Voraussetzung für weniger Gewalt.

Ist die Tat jedoch geschehen, muss nach der 2. Chance, eine Strafe gewählt werden, die das Opfer nicht verhöhnt und den Täter seine Tat spüren lässt.

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...sofern er oder sie reintegrierbar ist (wie es so schön heisst). Egal ob Mörder, Kiffer oder Ausländer.
10 Kommentare
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Und wer soll das Gutachten bitte unterschreiben ob jemand wieder integriert werden kann? Ein überforderter Psychologe der dann Kinderschänder und Vergewaltiger wieder auf die Leute loslässt nur um zu sehen das diese armen Geschöpfe nicht re-sozialisiert werden können? Ich will sowas nicht in meiner Nachbarschaft. Diese Leute verdienen keine zweite Chance, dafür gibt es schlicht keine Entschuldigung. Aktion = Reaktion, jeder sollte im Stande sein diese Verbindung zu machen.
Dino E 8. Februar 2010 Verstoss melden
Sehr traurig, dass es noch Leute mit einem so mittelalterlichen Menschenbild gibt. Da sind unsere Muslime ja geradezu fortschrittlich.
David H - Piraten 8. Februar 2010 Verstoss melden
Du willst doch nicht im Ernst behaupten solches Verhalten wäre in irgendeiner erdenklichen Form entschuldbar? Heute kann man sich echt alles erlauben und dann auf 'nicht zurechnungsfähig' plädieren und voilà schön raus, im Club Med auf Genesung schön mit Schwimmbad, TV und PC.

Die Justiz verkommt zu einem schlechten Witz und der Respekt gegnüber den Ordnungshütern geht Bach ab. Wo man hinschaut Randale. Nichtmal mehr an Sportevents fühlt man sich sicher. Aber soweit kommts wenn man zunehmend verweichlicht.

Und bitte nicht mit der ganzen Religion hier und da kommen. Ausser es sind fundierte Kenntnisse vorhanden.
Dino E 8. Februar 2010 Verstoss melden
@Dino E: Was ist das Ziel der Strafe?
- Wiedergutmachung einer Schuld?
- Befriedigung des Rachebedürfnisses der Opfer/Angehörigen/Öffentlichkeit?
- Verhinderung von Wiederholungstaten?
- Besserung des Täters?
- Abschreckung für andere?

Sie haben Recht, dass ein Mord nicht entschuldbar ist. Aber: was ist denn entschuldbar? Ich habe mich von der Schuld-und-Sühne-Vorstellung komplett verabschiedet. Und auch von der Vorstellung, wir hätten eine Willensfreiheit. (Diese philosophische Diskussion würde den Rahmen hier sprengen. Hier ein Buchtipp dazu: http://www.buch.ch/shop/bch_start_startseite/suchartikel/jenseits_von_gut_und_boese/michael_schmidt_salo/ISBN3-86612-212-8/ID17437690.html?jumpId=3791266 )

Es braucht eine Bestrafung der Täter, aber diese soll einzig der Durchsetzung des Rechtsstaates, also der Abschreckung und der Besserung der Täter dienen.

Sehr lange Strafen und Verwahrung auch von Tätern, die nicht mehr als gefährlich eingestuft werden, erhöhen die Sicherheit nicht. Es gibt in der Schweiz sehr wenige Wiederholungstäter. Das ist einfach so. Lies die Statistiken.

Und mit Randalen und Hooliganismus hat das erst recht nichts zu tun (Willst du Randalierende lebenslänglich einsperren?).

Ausserdem wäre die Umsetzung extrem teuer. Mit diesem Geld kann man mit präventiven Massnahmen und Bildung einen viel höheren Sicherheitsgewinn erreichen.
David H - Piraten 8. Februar 2010 Verstoss melden
Das Opfer bekam auch keine zweite Chance...
Daniela Liebi - kandidiert für Grossrat Bern, SVP 8. Februar 2010 Verstoss melden
Genau, Aug um Auge, Zahn um Zahn, wie im Mittelalter.
David H - Piraten 8. Februar 2010 Verstoss melden
Wie erklärst du das den Opfern, deren 4jähriges Kind vergewaltigt wurde? Hat der Täter eine schlimme Jugend gehabt? das 4jährige wird wahrscheinlich auch mal erwachsen sein und dann wiederholt sich das- eben eine schwere Jugend gehabt? oder was dann? D I E Lösung wird es wahrscheinlich nie geben...aber weiter Opfer schützen muss unser Ziel sein!
Daniela Liebi - kandidiert für Grossrat Bern, SVP 8. Februar 2010 Verstoss melden
Wie erklärst es du? Der Täter ist einfach böse? (Bei so jungen Missbrauchsopfern ist der Täter übrigens meist der Vater.)

Was immer die Ursache für die Tat gewesen ist: Sühne bringt niemandem etwas. Es braucht Bestrafung, und falls der Täter danach laut psychiatrischer Abklärung immer noch gefährlich ist, Sicherheitsverwahrung. Das ist klar.

Generell längere Strafen als heute bringen aber niemandem etwas, auch dem Opfer nicht. Damit schützt man keine Opfer.
David H - Piraten 8. Februar 2010 Verstoss melden
@David

Was ich damit erreichen will? Opferschutz ist eines aber vielmehr geht es mir um den Schutz der Bevölkerung - es wird bis heute noch zu viel Täterschutz betrieben, die Strafen und die Verwahrung schrecken nicht ab.

Man muss sich immer vorstellen, was wenn ein Angehöriger von mir ein Opfer ist? Bin ich dann auch noch so locker drauf? Vergebe ich dann solchen Individuen? Will ich diese in unserem Umfeld wissen?

Ich verlasse mich ungern auf Statistiken, vorallem bei Vergehn wie einer Vergewaltigung. Oftmal sind die Opfer zu verängstigt oder schämen sich - oder sie wissen es nicht mal mehr.

Mein kurzes 'off-topic' bezüglich Randale war lediglich eine Untermauerung des Fakts, dass viel zu lasch mit einigen Leuten umgesprungen wird - das ist eine Schwäche durchs Band und nicht nur bei schweren Delikten.

Ich glaube aber, dass wir uns eine re-sozialisierung oftmals vorgaukeln und es absolutes Wunschdenken ist. Deshalb meine Frage - wer entscheidet das? Oder wer soll es machen?
Dino E 8. Februar 2010 Verstoss melden
Das ist natürlich ein schwieriger Entscheid. Aber es ist auch schwierig zu entscheiden, jemanden lebenslänglich einzusperren. Auch der Täter könnte aus deinem Umfeld stammen. Bei Sexualdelikten stammen die Täter ja meist aus dem Umfeld der Opfer.

Die Verwahrung funktioniert als Schutz der Bevölkerung sehr gut. Die Resozialisierung auch, das ist keine Glaubensfrage. Insbesondere bei Tötungsdelikten ist die Rückfallquote sehr klein. Absolute Sicherheit kann es aber nicht geben, solange wir nicht alle Menschen in Einzelzellen halten. Das Leben unter Menschen ist lebensgefährlich.

Vergebung ist ein schwieriger Prozess, der manchen besser gelingt und manchen schlechter. Es ist aber in der Psychologie weitgehend unbestritten, dass die Kunst des Vergebens eines der wirksamsten Instrumente zur Verarbeitung einer traumatischen Erfahrung ist, Rachegefühle hingegen die psychisch krank machen. Daher ist Opfern zu wünschen, dass sie es schaffen zu vergeben.
David H - Piraten 8. Februar 2010 Verstoss melden
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3 Kommentare
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Verweis auf diese verwandte Debatte: http://knast-statt-schule.politnetz.ch
Elisa Schlup 7. Dezember 2009 Verstoss melden
Besten Dank für diesen beleidigenden Vergleich...
Thomas Wepfer 6. Februar 2010 Verstoss melden
Wozu lebenslänglich? Ihre Rachegelüste befriedigen? Teurer Spass…
David H - Piraten 8. Februar 2010 Verstoss melden
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